Versicherungsmakler Innsbruck

Covid-19 - Update

Wichtige Informationen - Betriebsunterbrechung

Liebe Kundinne und Kunden,

zahlreiche Anfragen zeigen, große Verunsicherung im Zusammenhang mit Ihrer Betriebsunterbrechungsversicherung und  der Covid-19 Pandemie. Der Versicherungsschutz nach den diversen Versicherungsbedingungen wird unter Rechtsexperten heftig diskutiert, eine Klärung werden wohl erst Musterprozesse herbeiführen.

Die Standpunkte zur Deckung sind uneinheitlich, Versicherer lehnen einen Versicherungsschutz entweder kategorisch ab oder verlangen von Versicherungsnehmern teils absurde Unterlagen sowie Schadensnachweise, ohne jedoch die Deckung zu bestätigen.

Die größte Maklervereinigung Österreichs (IGV), zu der auch wir zählen steht über die Wirtschaftskammer in intensiven Kontakt mit RA Dr. Weinrauch, einem ausgewiesenen Experten für Versicherungsrecht In seiner Information für die WKO formuliert er vorsichtig, dass möglicherweise Deckung bestehen könnte. Aus diesem Grunde empfehlen wir eine  anwaltliche Begleitung durch RA Dr. Weinrauch (siehe auch Handlungsleitfaden durch Dr. Weinrauch). Auf jeden Fall rät Dr. Weinrauch zur Wahrung Ihrer Rechte und Einhaltung von Fristen und Obliegenheiten die Deckungsansprüche unverzüglich anzumelden, soweit das noch nicht geschehen ist.

Bitte nehmen Sie unbedingt alle Förderungen die z.Zt. zur Verfügung gestellt werden in Anspruch. Dazu zählt auch die fristgerechten Anmeldung von Ansprüchen nach dem Epedemiegesetz 1950. Beachten Sie dabei, dass die Fristen für die rechtzeitge Anmeldung hierzu sehr kurz bemessen sind.

Das EpedemieG wurde mit dem Covid-19-Maßnahmengesetz der Bundesregierung außer Kraft gesetzt und damit auch der Rechtsanspruch auf Ersatz des Verdienstentgangs, soweit der Betrieb nach EpedemieG geschlossen wurde. Rechtsexperten verteten hierzu die Auffassung, dass diese Vorgehensweise der Verfassung widerspricht. Sollte sich diese Meinung bestätigen und der Verfassungsgerichtshof die Rechtswidrigkeit feststellen, würden diese Ansprüche der Versicherungsleistung vorgehen. 

Soweit Sie auf die vorgenannte Möglichkeiten verzichten, könnte der Versicherer versucht sein die Verletzung der Schadenminderungspflicht als Obliegenheitsverletzung einzuwenden.

Als Reaktion auf Ihre Schadenmeldung werden Sie entweder eine Ablehnung erhalten oder man übermittelt Ihnen einen nicht endend wollenden Fragenkatalog. Dabei vermeidet der Versicherer jede Auskünfte zum Versicherungsschutz. Wir halten die Rückfragen und Ablehnungen für Sie evident, um darauf zurückzukommen, sobald klärende Unterlagen vorliegen. Informieren Sie uns daher, sobald Sie direkt vom Versicherer kontaktiert werden. 

Sollten Sie eine sogenannte "qualifizierte Ablehnung" erhalten (Sie sehen das daran, dass der Versicherer § 12 Abs. 3 VersVG zitiert), melden Sie sich umgehend bei uns. Mit dieser Maßnahme verkürzt der Versicherer die Verjährungsfrist auf ein Jahr, gegenüber den sonst üblichen 3 Jahren. 

Wenden Sie sich jederzeit an uns, wenn Sie Fragen haben. Wir sind gerne für Sie da!

Ihr

Joachim T. Groh und Team

 

 

 

 

Versicherungsberater Zöschg Groh in Innsbruck und Sterzing

ZÖSCHG | GROH

VERSICHERUNGSMAKLER GmbH
Berater in Versicherungs­angelegenheiten
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